Reset für den Darm: Dein 7-Tage-Plan mit Mahlzeiten & Supplements
Die Gesundheit des Darms spielt eine entscheidende Rolle für unsere allgemeine Gesundheit. Eine Darmdysbiose kann auftreten, wenn ein Ungleichgewicht der Bakterien im Darmtrakt besteht, das unbehandelt zu Entzündungen, Angstzuständen, Depressionen, einem undichten Darm, Autoimmunerkrankungen und vielem mehr führen kann. Schon Hippokrates sagte: „Alle Krankheiten beginnen im Darm”.
Um einer Darmdysbiose vorzubeugen und sie zu beheben, ist es wichtig zu wissen, wie du deine Darmgesundheit durch deine Ernährung und Lebensgewohnheiten unterstützen kannst. In diesem Artikel findest du einen 7-Tage-Ernährungsplan sowie Vorschläge für Nahrungsergänzungsmittel, die die Darmgesundheit verbessern, Entzündungen reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden fördern.
Zusammenfassung
- Ganzheitlicher Ansatz: Die Wiederherstellung der Darmgesundheit erfordert eine Kombination aus nährstoffreicher Vollwertkost, ausreichend Schlaf und Stressmanagement.
- Fokus auf die Ernährung: Achte auf eine abwechslungsreiche pflanzliche Ernährung (mit mehr als 30 Sorten pro Woche), fermentierte probiotische Lebensmittel und einen hohen Ballaststoffanteil, um das Wachstum der nützlichen Bakterien zu fördern.
- Ergänzende Unterstützung: Wichtige Nahrungsergänzungsmittel wie Probiotika, L-Glutamin und Verdauungsenzyme können helfen, die Darmschleimhaut zu reparieren und die Nährstoffaufnahme zu verbessern.
- Was du meiden solltest: Verzichte auf stark verarbeitete Lebensmittel, künstliche Süßstoffe und übermäßigen Zucker, um Entzündungen zu reduzieren und das Gleichgewicht deiner Darmflora zu unterstützen.
- Der 7-Tage-Plan: Dieser Leitfaden enthält einen gluten- und milchfreien Ernährungsplan mit leicht verdaulichen Rezepten, die dir den Einstieg erleichtern.
Wie man die Darmgesundheit wiederherstellt
Zu einer optimalen Darmgesundheit gehören viele Faktoren, darunter die richtige Ernährung, ausreichend Schlaf, gesunde Lebensgewohnheiten und die Unterstützung durch darmstärkende Nahrungsergänzungsmittel und Kräuter.
Auf die richtige Ernährung setzen
Eine wichtige Grundlage für eine bessere Darmgesundheit ist die richtige Ernährung.
- Die Pflanzenvielfalt erhöhen: Studien zeigen, dass der Verzehr von 30 oder mehr unterschiedlichen pflanzlichen Lebensmitteln pro Woche einen positiven Einfluss auf die Darmgesundheit hat. Eine größere Pflanzenvielfalt fördert die Bildung kurzkettiger Fettsäuren, die die Darmschleimhaut stärken und wichtige Funktionen des Immunsystems, des Stoffwechsels und sogar der Gehirnfunktion unterstützen.
- Mehr Ballaststoffe essen: Was wir essen, ernährt die Billionen von Mikroben in unserem Darmmikrobiom. Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Obst und Gemüse ernähren gute Darmbakterien, die das mikrobielle Gleichgewicht und die Vielfalt verbessern, was sich nicht nur auf die Darmgesundheit, sondern auch auf die allgemeine Gesundheit auswirkt.
- Verzehr verarbeiteter Lebensmittel einschränken: Eine Ernährung mit einem hohen Anteil an verarbeiteten Lebensmitteln und Zucker kann das Gleichgewicht des Darmmikrobioms stören. Überschüssiger Zucker fördert das Wachstum „ungünstiger“ Bakterien, was zu einer Darmdysbiose führen kann. Diese wiederum begünstigt Entzündungen der Darmschleimhaut und kann das Risiko für eine erhöhte Darmdurchlässigkeit (auch bekannt als Leaky Gut) erhöhen.
Ausreichend Schlaf bekommen
Wenn wir schlafen, produziert der Körper Zytokine, das sind Proteine, die helfen, Entzündungen zu bekämpfen. Während des Schlafs arbeitet der Körper auch an der Reparatur von Muskeln und Gewebe sowie an der Regeneration von Zellen. Im Gegensatz dazu verstärkt Schlafmangel die Entzündung, indem er die Ausschüttung von Wachstumshormonen, die für die Reparatur wichtig sind, unterbricht, die Beseitigung von Zellabfällen behindert und die Regelmäßigkeit des Stuhlgangs negativ beeinflusst.
Richtig mit Stress umgehen
Eine gesunde Stressbewältigung ist entscheidend für eine gute Darmgesundheit. Chronischer Stress kann den Körper dauerhaft in einen „Kampf-oder-Flucht“-Modus versetzen und so Verdauung und Hormonhaushalt negativ beeinflussen. Dadurch gerät auch das Gleichgewicht der Darmbakterien aus der Balance.
Stressreduzierende Gewohnheiten wie Alkohol oder Nikotin verschärfen diese Effekte zusätzlich. Stattdessen lohnt es sich, auf gesunde Formen des Stressabbaus zu setzen – etwa regelmäßige Spaziergänge, Yoga, Meditation oder beruhigende Kräuter. Diese können als Nahrungsergänzungsmittel, Tees oder Tinkturen eingenommen werden.
Auch bestimmte Supplements können das Nervensystem unterstützen, zum Beispiel Löwenmähne, Ashwagandha oder Magnesium. Ergänzend können therapeutische Ansätze wie Gesprächstherapie, Kunsttherapie oder Bewegungstherapie helfen, das Nervensystem zu regulieren und so indirekt die Darmgesundheit zu verbessern.
Unterstützung mit Nahrungsergänzungsmitteln und Kräutern
Es gibt eine Vielzahl von Kräutern und Nahrungsergänzungsmitteln, die die Darmgesundheit unterstützen können.
- L-Glutamin, eine Aminosäure, die bei der Reparatur und Stärkung der Darmschleimhaut helfen kann.1
- Kräuter wie Kamille, Ingwer, Zitronenmelisse, Schlupfulme und Eibischwurzel haben beruhigende und lindernde Eigenschaften sowie schützende und reparierende Effekte.
- Der Pilz Löwenmähne kann Gehirn und Nervensystem unterstützen und hilft dem Körper, in einen Zustand von „Ruhe und Verdauung“ zu gelangen, statt in den Kampf-oder-Flucht-Modus zu geraten.2
- Verdauungsenzyme unterstützen auch die Aufspaltung der Nahrung für eine bessere Nährstoffaufnahme.
- Verdauungsbitter und Apfelessig können helfen, die Freisetzung von Verdauungssäften und Magensäure, wie Salzsäure, anzuregen, um die Zersetzung der Nahrung zu verbessern.
Konsultiere bei neuen, andauernden oder anhaltenden Verdauungsproblemen immer deinen Arzt, deine Ärztin oder frage in deiner Apotheke.
Lebensmittel zur Unterstützung der Darmgesundheit
Die Darmgesundheit ist ein komplexes Thema, da viele Faktoren sowohl positiv als auch negativ auf sie wirken können. Einige grundlegende Lebensmittel können jedoch gezielt dazu beitragen, den Darm zu unterstützen. Dazu zählen eine Ernährung mit echten, vollwertigen, ballaststoffreichen Lebensmitteln, probiotische Produkte und ausreichend Flüssigkeit.
Probiotika
Probiotika sind nützliche Darmbakterien, die gesundheitliche Vorteile bieten.
Zu den natürlichen Nahrungsquellen für Probiotika gehören:
- Joghurt
- Sauerkraut
- Miso
- Kimchi
- Kefir
- Kombucha
Probiotische Nahrungsergänzungsmittel können zusätzlich zu den Probiotika aus der Nahrung nützlich sein. Es gibt verschiedene Arten von Probiotika, die jeweils unterschiedliche gesundheitliche Vorteile bieten können.
Ballaststoffe
Ballaststoffe sind pflanzliche Kohlenhydrate, die der Körper nicht verdauen kann – doch sie leisten weit mehr! Sie unterstützen die Sättigung, helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren, fördern die Darmgesundheit und sorgen für einen regelmäßigen Stuhlgang. Faserhaltige Lebensmittel fördern das Wachstum kurzkettiger Fettsäuren (SCFAs), die zahlreiche Vorteile haben: Sie liefern Energie für die Darmzellen, reduzieren Entzündungen, stabilisieren den Blutzuckerspiegel und wirken sogar positiv auf die Darm-Hirn-Achse.
Ballaststoffreiche natürliche Lebensmittel:
- Obst
- Gemüse
- Nüsse
- Samen und Kerne
- Vollkorngetreide
- Hülsenfrüchte
Auch Ballaststoffpräparate können für bestimmte Personen von Vorteil sein, je nach Darmgesundheit und Ernährungsbedürfnissen.
Flüssigkeitszufuhr
Unser Körper besteht zu etwa 60 Prozent aus Wasser. Es versteht sich also von selbst, dass jeder Teil unseres Körpers davon profitiert, wenn wir gut mit Flüssigkeit versorgt sind! Vor allem für die Darmgesundheit ist es wichtig, ausreichend zu trinken: So bleibt der Verdauungstrakt feucht, die Verdauung regelmäßig, und Verstopfung wird vorgebeugt. Außerdem unterstützt eine gute Flüssigkeitszufuhr das Lymphsystem, hilft beim Abtransport von Giftstoffen, verhindert Stagnation und reduziert Entzündungen. Gefiltertes Wasser, Kräutertees und Kombucha sind hervorragende Mittel, um den Flüssigkeitshaushalt aufrechtzuerhalten – aber auch wasserreiche Lebensmittel tragen dazu bei.
Wasserreiche Lebensmittel, die von Natur aus feuchtigkeitsspendend sind:
- Gurke
- Sellerie
- Romanasalat
- Tomaten
- Zucchini
- Wassermelone
- Erdbeeren
- Paprika
- Äpfel
- Orangen
- Melonen
Zu den Ergänzungsmitteln, die die Flüssigkeitszufuhr unterstützen, gehören Elektrolytpulver, da sie Mineralien wie Natrium, Kalium, Magnesium und Chlorid enthalten, die bei der Flüssigkeitsspeicherung und dem Gleichgewicht helfen. Elektrolytpulver können vor allem für Sportler von Vorteil sein, aber auch in Zeiten von Krankheit, wenn eine zusätzliche Flüssigkeitszufuhr benötigt wird. Weitere Nährstoffe, die die Flüssigkeitszufuhr unterstützen, sind B-Vitamine und Zink.
7-Tage-Plan zur Verbesserung der Darmgesundheit
Im Folgenden findest du ein Beispiel für eine 7-tägige, darmfreundliche Ernährung. Der Essensplan ist bewusst einfach und alltagstauglich gestaltet. Er orientiert sich an traditionellen Ernährungsweisen, die Menschen seit jeher dabei unterstützen, sich ausgewogen und nachhaltig zu ernähren. Der Plan kombiniert neue und abwechslungsreiche Geschmacksrichtungen mit der Nutzung von Resten, um den Kochaufwand zu reduzieren, sowie wiederkehrenden Frühstücksoptionen für mehr Struktur und Einfachheit im Alltag.
Dieser Speiseplan ist natürlich gluten- und milchfrei und konzentriert sich auf den Verzehr von echten, vollwertigen, nährstoffreichen Lebensmitteln mit einer großen Pflanzenvielfalt, um die mikrobielle Gesundheit zu unterstützen. Bei allen Ernährungsplänen dient dieser Plan als Inspirationsquelle. Deshalb solltest du diesen Essensplan an deine persönlichen Ernährungsvorlieben und -bedürfnisse anpassen.
Bei Menschen, die sich derzeit vor allem von verarbeiteten, ballaststoffarmen Lebensmitteln ernähren, kann die Umstellung auf eine ballaststoffreiche Ernährung anfangs zu Blähungen, Völlegefühl oder Blähungen führen, wenn sich der Körper an die höhere Ballaststoffzufuhr gewöhnt. Um die Aufnahme von mehr Ballaststoffen zu unterstützen, solltest du zwischen den Mahlzeiten viel Wasser trinken und nach den Mahlzeiten verdauungsfördernde Kräutertees wie Pfefferminze, Kamille und Ingwer zu dir nehmen.
Verdauungsbitter, Enzyme oder ein Teelöffel Apfelessig in 6–8 Unzen Wasser vor einer Mahlzeit können die Produktion der Magensäfte unterstützen, die Verdauung insgesamt fördern sowie Blähungen und Völlegefühl reduzieren.
Tag 1
- Frühstück: Smoothie aus Proteinpulver, Spinat, Banane, Beeren, geschroteten Leinsamen, Nussmus, Wasser oder Kokosmilch und ein paar Eiswürfeln. Optional: 1 Teelöffel frisch geriebener Ingwer oder 1 Teelöffel Aloe-Vera-Saft für darmberuhigende, entzündungshemmende Eigenschaften
- Mittagessen: Cremige Linsen-Butternutkürbis-Suppe (mehrere Portionen vorbereiten): Rote Linsen, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, Butternutkürbis, Knochenbrühe oder Gemüsebrühe, Salz und Kokosmilch. Alle Zutaten kochen und mischen
- Abendessen: Wildgefangener Lachs mit frischem Zitronensaft, geröstete Kartoffeln in Avocadoöl mit Meersalz und gedünsteter Brokkoli
Tag 2
- Frühstück: In Avocadoöl gerührte Eier mit Spinat auf Sauerteigbrot oder glutenfreiem Toast mit Avocado und frischen Beeren. Optional: Sauerkraut auf Eiern/Avocado-Toast
- Mittagessen: Reste - Linsen-Butternutkürbis-Cremesuppe (mehrere Portionen vorbereiten): Rote Linsen, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, Butternutkürbis, Knochenbrühe oder Gemüsebrühe, Salz und Kokosmilch. Alle Zutaten kochen und mischen
- Abendessen: Fajitas: Gebratene Zwiebeln, Paprika, Brokkoli und Hähnchenfleisch auf Cassava- oder Mandelmehltortillas, dazu schwarze Bohnen, Salsa und Avocado.
Tag 3
- Frühstück: Smoothie aus Proteinpulver, Spinat, Banane, Beeren, geschroteten Leinsamen, Nussmus, Wasser oder Kokosmilch und ein paar Eiswürfeln. Optional: 1 Teelöffel frisch geriebener Ingwer oder 1 Teelöffel Aloe-Vera-Saft für darmberuhigende, entzündungshemmende Eigenschaften
- Mittagessen: Reste - Linsen-Butternutkürbis-Cremesuppe (mehrere Portionen vorbereiten): Rote Linsen, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, Butternutkürbis, Knochenbrühe oder Gemüsebrühe, Salz und Kokosmilch. Alle Zutaten kochen und mischen
- Abendessen: Mediterrane Bowl: Gegrilltes Hähnchen, Quinoa, Gurken, Tomaten, Kalamata-Oliven, Olivenöl, Zitrone und Sauerkraut
Tag 4
- Frühstück: Rührei in Avocadoöl mit Spinat auf Sauerteigbrot oder glutenfreiem Toast mit Avocado und einer Beilage aus frischen Beeren.
- Mittagessen: Reste - Mediterrane Bowl: Gegrilltes Hähnchen, Quinoa, Gurken, Tomaten, Kalamata-Oliven, Olivenöl, Zitrone und Sauerkraut
- Abendessen: Reis-, Bohnen- und Gemüse-Bowl: brauner Reis, schwarze Bohnen, Römersalat, gewürfelte Tomaten, gewürfelte Radieschen, gewürfelte Paprika, mit Salsa überbacken
Tag 5
- Frühstück: Chia-Pudding mit Kokosmilch, Chia-Samen, Proteinpulver und gewürfeltem Apfel oder Beeren, Zimt, Muskatnuss und gehobelten Mandeln.
- Mittagessen: Kichererbsenpüree: Kichererbsen, Senf, Essiggurken und Sellerie zusammen püriert, in einen Tortilla-Wrap nach Wahl gegeben oder auf Pflücksalat, mit etwas Olivenöl beträufelt und glutenfreien Crackern.
- Abendessen: Weißer Fisch (Heilbutt oder Kabeljau), Jasmin- oder brauner Reis mit Petersilie, Zitrone, Erbsen, gemischter grüner Salat mit Balsamico und Olivenöl als Dressing
Tag 6
- Frühstück: Smoothie aus Proteinpulver, Spinat, Banane, Beeren, geschroteten Leinsamen, Nussmus, Wasser oder Kokosmilch und ein paar Eiswürfeln. Optional: 1 Teelöffel frisch geriebener Ingwer oder 1 Teelöffel Aloe-Vera-Saft für darmberuhigende, entzündungshemmende Eigenschaften
- Mittagessen: Gebackene Süßkartoffel mit schwarzen Bohnen, Koriander, Römersalat, gewürfelter Paprika, Salsa und frischem Limettensaft
- Abendessen: Hühnchen, Reis und Grüne Suppe: Huhn, Löwenzahngrün, Zwiebel, Karotte, Sellerie, brauner Reis mit Knochenbrühe oder Gemüsebrühe
Tag 7
- Frühstück: Chia-Pudding aus Kokosmilch, Chia-Samen, Proteinpulver und mit Apfel- oder Beerenwürfeln, Zimt, Muskatnuss und gehobelten Mandeln
- Mittagessen: Übrig gebliebene Suppe: Hühner-, Reis- und Gemüsesuppe: Huhn, Löwenzahngrün, Zwiebel, Karotte, Sellerie, brauner Reis mit Knochenbrühe oder Gemüsebrühe
- Abendessen: Gebratenes ganzes Huhn, Kartoffelpüree (halb Blumenkohl und halb junge Kartoffeln), Champignonsoße, gemischter grüner Salat mit gehobelten Mandeln und Balsamico-Olivenöl-Dressing
Snacks: Darmgesunde Snack-Ideen
- Gemüse + Hummus: Karotten, Gurken, Hummus und glutenfreie Cracker
- Erdnussbutter-Protein-Kakao-Smoothie: Proteinpulver, Kakao, Erdnussbutter, Datteln, Banane, Kokosnussmilch und Eis
- Nussmischung: Mandeln, Kürbiskerne, Rosinen oder Walnüsse, Kürbiskerne und getrocknete Aprikosen
- Energiebälle: Hafer, Nuss- oder Samenmuss, Datteln, Zimt
Getränke: Darmgesunde Getränksideen
- Warmes Wasser mit Zitrone
- Pfefferminztee
- Kamillentee
- Ingwertee
- Wasser mit 1 Teelöffel Apfelessig (ACV) vor einer Mahlzeit
- Kombucha
- Grüner Tee
Welche Lebensmittel du vermeiden solltest, um einen gesunden Darm zu erhalten
Ernährung ist individuell. Deshalb ist es wichtig, einen Ernährungsplan zu wählen, der zu dir passt – idealerweise in Zusammenarbeit mit einer qualifizierten Ernährungsberatung. So kann deine allgemeine Gesundheit ebenso wie deine Darmgesundheit gezielt unterstützt werden. Gleichzeitig gibt es einige Lebensmittel und Getränke, die sich negativ auf den Darm auswirken können. Dazu zählen vor allem stark verarbeitete und zuckerreiche Produkte sowie Alkohol.
Verarbeitete Lebensmittel
Verarbeitete Lebensmittel liefern zwar Energie, enthalten jedoch häufig nicht die Nährstoffe, die für eine gesunde Darmfunktion wichtig sind. Besonders zuckerreiche Produkte können das Wachstum ungünstiger Mikroben fördern. Gerät das Gleichgewicht der Darmflora aus der Balance, kann dies Entzündungen im Darm begünstigen, das Risiko für eine erhöhte Darmdurchlässigkeit (auch als Leaky Gut bekannt) erhöhen, die Immunfunktion schwächen und – über die Darm-Hirn-Achse – auch die Stimmung negativ beeinflussen.
Süßstoffe
Künstliche Süßstoffe sind nicht besser, denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass viele von ihnen die Darmgesundheit beeinträchtigen, indem sie nützliche Bakterien reduzieren, das Darmmikrobiom verändern und Entzündungen fördern.3 Greife stattdessen zu echten, vollwertigen Lebensmitteln. Entscheide dich beim Kochen oder Backen für natürliche Süßungsmittel wie Honig oder Ahornsirup, die zwar Zucker enthalten, aber auch viele Vitamine, Mineralien und andere darmfreundliche Nährstoffe liefern.
Zubereitung und Kochmethoden
Auch die Art, wie du deine Mahlzeiten zubereitest, kann Einfluss auf deine Darmgesundheit haben. Achte darauf, mit Ölen zu kochen, die gesunde Fette enthalten und einen höheren Rauchpunkt haben, etwa Avocadoöl oder Kokosöl. Diese behalten ihre Nährstoffe auch bei höheren Temperaturen besser. Olivenöl eignet sich dagegen besonders gut für Salatdressings oder als Finish für Suppen und andere Gerichte. In deiner Gewürzschublade können klassische Gewürze wie Zimt, Knoblauch, Zwiebeln, Kreuzkümmel, Paprika sowie Salz und Pfeffer nicht fehlen. Sie bringen nicht nur Geschmack, sondern unterstützen auch eine ausgewogene Ernährung. Bei der Zubereitung darmfreundlicher Gerichte eignen sich Backen, Braten, Dünsten und Pfannenrühren besonders gut. Vermeide oder reduziere hingegen das Erhitzen in der Mikrowelle, Grillen bei sehr hoher Hitze sowie starkes Überkochen, da dabei wertvolle Nährstoffe verloren gehen können. Auch beim Kochgeschirr lohnt sich eine bewusste Wahl: Greife nach Möglichkeit zu Edelstahl, Glas oder Gusseisen statt zu antihaftbeschichteten Pfannen.
Achte auf deine Getränkeauswahl
Bestimmte Getränke können Entzündungen im Darm begünstigen – dazu zählen vor allem zuckerreiche Limonaden mit künstlichen Zusatzstoffen sowie Alkohol und herkömmliche Milchprodukte. Für einen darmfreundlicheren Lebensstil eignen sich gefiltertes Wasser, Kräutertees und Bio-Kaffee. Pflanzliche Milchalternativen mit möglichst wenigen, natürlichen Zutaten sind ebenfalls eine gute Wahl. Wenn du Milchprodukte konsumierst, greife bevorzugt zu Bio-Milch oder Bio-A2-Milch, da sie häufig besser verträglich sind.
Häufig gestellte Fragen zur Darmgesundheit
Was sind die Anzeichen dafür, dass mein Darmreset funktioniert?
Anzeichen dafür, dass dein Darmreset funktioniert, sind weniger Blähungen, ein regelmäßiger Stuhlgang und mehr Energie.
Wie kann ich meine Darmgesundheit neben der Ernährung noch verbessern?
Der Abbau von Stress und die Unterstützung eines gut regulierten Nervensystems sind für die Darmgesundheit entscheidend. Körper und Darm können sich nur eingeschränkt regenerieren, wenn sie sich dauerhaft im „Kampf-oder-Flucht“-Modus befinden. Lebensstiländerungen und stressreduzierende Gewohnheiten – etwa ausreichend Schlaf, Bewegung und bewusste Entspannung – können daher wesentlich zu einer besseren Darmgesundheit beitragen.
Wie lange dauert es, bis sich die Darmgesundheit verbessert?
Die mikrobielle Vielfalt im Darm kann sich bereits innerhalb weniger Tage positiv verändern, wenn du dich überwiegend von echten, vollwertigen und pflanzenbetonten Lebensmitteln ernährst und darmbelastende Lebensmittel sowie ungünstige Gewohnheiten reduzierst. Bei ausgeprägter Darmdysbiose ist jedoch ein Zeitraum von 3 bis 12 Monaten realistisch, um langfristig eine stabile und optimale Darmgesundheit zu erreichen. Auch wenn Ernährung und Lebensstil die Grundlage bilden, kann es sinnvoll sein, mit einer auf Darmgesundheit spezialisierten medizinischen Fachperson oder Ernährungsberatung zusammenzuarbeiten. So lassen sich gezielte Untersuchungen durchführen und individuelle Konzepte entwickeln, die die zugrunde liegenden Ursachen einer Dysbiose adressieren.
Was ist Darmgesundheit?
Darmgesundheit beschreibt den Zustand eines Verdauungssystems, das effizient arbeitet: Nahrung wird optimal verdaut, Nährstoffe werden aufgenommen, Abfallstoffe ausgeschieden, und das Gleichgewicht der Mikroorganismen im Darm bleibt erhalten. Ebenso wichtig ist die Unversehrtheit der Darmschleimhaut und des gesamten Verdauungstrakts. Der Darm beherbergt eine Vielzahl sogenannter „guter“ und „ungünstiger“ Bakterien – zusammengefasst als Darmflora oder Mikrobiom. Diese Mikroorganismen spielen eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit: Sie unterstützen die Verdauung, beeinflussen den Stoffwechsel, das Immunsystem und den Hormonhaushalt und stehen über die Darm-Hirn-Achse sogar mit Stimmung, Gehirnfunktion, Körpergewicht und allgemeinem Wohlbefinden in Verbindung.
Fazit
Fördere deine Darmgesundheit und setze sie mit gesunden Mahlzeiten und natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln zurück.
Eine optimale Darmgesundheit kann durch ein Gleichgewicht aus richtiger Ernährung, Nahrungsergänzungsmitteln und Lebensgewohnheiten erreicht werden. Bei neuen, chronischen oder beunruhigenden Symptomen, die mit der Darmgesundheit zusammenhängen, ist es immer am besten, deinen Arzt oder deine Ärztin zu konsultieren, um die Ursache des Ungleichgewichts herauszufinden. Wenn möglich, solltest du außerdem einen Arzt, Heilpraktiker oder Diätassistenten aufsuchen, der sich auf Darmgesundheit spezialisiert hat, um deinen Weg zur Darmgesundheit weiter zu unterstützen. Gesundheitsexperten, die sich auf die Darmgesundheit spezialisiert haben, sind besser geeignet, um dich durch geeignete Tests, einen personalisierten Ernährungsplan und ein maßgeschneidertes Ergänzungsprotokoll zur Unterstützung deiner spezifischen Beschwerden zu führen.
Quellenangaben:
- Deters BJ, Saleem M. The role of glutamine in supporting gut health and neuropsychiatric factors. Food Science and Human Wellness. 2021;10(2):149-154.
- Contato AG, Conte-Junior CA. Lion's Mane Mushroom (Hericium erinaceus): A Neuroprotective Fungus with Antioxidant, Anti-Inflammatory, and Antimicrobial Potential-A Narrative Review. Nutrients. 2025 Apr 9;17(8):1307.
- Conz A, Salmona M, Diomede L. Effect of Non-Nutritive Sweeteners on the Gut Microbiota. Nutrients. 2023 Apr 13;15(8):1869.
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